November 2025
Autor des Beitrags
Florian
Team Lead Digital Workplace – Virtualization
Veröffentlicht am
27.11.2025 von Florian
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Microsoft verkündet neue hybride Bereitstellungsoptionen für Azure Virtual Desktop auf Ignite 2025

Microsoft hat eine Preview veröffentlicht, welche die Nutzung von Azure Virtual Desktop (AVD) auf On-Premises-Infrastrukturen erweitert. Damit können Unternehmen AVD-Session-Hosts nicht nur in Azure, sondern auch im eigenen Rechenzentrum betreiben. Grundlage dafür ist die Integration über Azure Arc.

 

 

Funktionsweise der hybriden AVD-Umgebung

 

Die neue Option erlaubt es, VM´s als Arc-enabled Servers zu registrieren und anschließend als Session-Hosts für Azure Virtual Desktop zu nutzen. Die Verbindung zur AVD-Steuerungsebene in Azure bleibt dabei bestehen. Technisch ergibt sich folgendes Modell:

  • Steuerung, Identität und Policies werden weiterhin in Azure verwaltet.
  • Rechenleistung und Session-Hosts können lokal oder in Azure betrieben werden.
  • Die Kommunikation zwischen lokaler Infrastruktur und Azure erfolgt über Arc-Agenten.

Unterstützt werden verschiedene Virtualisierungsplattformen, darunter:

  • VMware vSphere
  • Nutanix AHV
  • Microsoft Hyper-V
  • physische Windows-Server

Damit lassen sich bestehende Virtualisierungsumgebungen in das AVD-Modell einbinden.

 

Voraussetzungen und Architektur

 

Für den On-Prem-Betrieb gelten im Wesentlichen folgende Anforderungen:

  • Einbindung der Server über Azure Arc
  • Windows Server oder Windows-basiertes OS als Host
  • Netzwerkverbindung mit Zugriff auf die relevanten Azure-Dienste
  • Verwendung des regulären AVD-Agents auf den lokalen Session-Hosts

Microsoft betont, dass sich die hybride Variante primär an Szenarien richtet, in denen Workloads oder Daten lokal verbleiben müssen oder Latenzanforderungen bestehen.

 

 

Funktionsumfang und aktuelle Einschränkungen

 

Da es sich um eine Preview handelt, gibt es funktionale Unterschiede zur vollständig Cloud-basierten Bereitstellung. Zu den bekannten Einschränkungen gehören:

  • Kein Windows 11 Multisession-Support im Hybridbetrieb (Stand der Preview)
  • Einige Cloud-Features wie bestimmte Skalierungs- oder Automatisierungsoptionen sind lokal noch nicht verfügbar
  • Abhängigkeit von Arc, wodurch zusätzliche administrative Schritte erforderlich sind

Weitere Einschränkungen können sich im Verlauf der Preview ändern.

 

 

Unterstützende Partnerlösungen

 

Microsoft nennt mehrere Drittanbieter, deren Produkte bereits mit dem neuen Hybrid-Modell kompatibel sind. Dazu gehören u. a.:

  • ControlUp
  • LoginVSI
  • Nerdio
  • Nutanix

Diese Lösungen decken Bereiche wie Monitoring, Lasttests, Automatisierung und Verwaltungsfunktionen ab. Ziel ist es, den operativen Betrieb hybrider VDI-Umgebungen zu vereinfachen.

 

 

Einordnung der Neuerung

 

Die Preview erweitert AVD um ein bisher fehlendes Hybrid-Deployment-Modell. Während für AVD on-prem bisher der Einsatz von Azure Local notwendig war, können Unternehmen nun:

  • vorhandene On-Premises-Infrastruktur für AVD weiterverwenden
  • hybride Betriebsmodelle aufbauen
  • Workloads schrittweise migrieren oder dauerhaft lokal betreiben

Damit positioniert sich AVD breiter und adressiert Anforderungen, bei denen eine vollständige Cloudnutzung nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

 

 

Ausblick

 

Microsoft plant, den Umfang der Hybridfunktionen in den kommenden Monaten auszubauen. Aus unserer Sicht ist hier die Erweiterung um einen Windows 11 Multisession-Support dringend erforderlich, um einen weiteren wichtigen Use-Case abdecken zu können. Bisher ist Windows 11 Multisession einzig aus dem AVD-Service heraus oder in Kombination mit Citrix nutzbar.

Ein Termin für die allgemeine Verfügbarkeit wurde im Rahmen der Ankündigung noch nicht genannt. Änderungen hinsichtlich unterstützter Betriebssysteme, Funktionen und Partnerlösungen sind während der Preview zu erwarten.

Sie planen Ihre Virtualisierungsstrategie zu ändern, wir beraten Sie gerne!

 

 

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