März 2025
Autor des Beitrags
Danny
Principal Consultant
Veröffentlicht am
20.03.2025 von Danny
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Jetzt handeln, um Sicherheits- und Compliance-Risiken zu vermeiden

Supportende für Microsoft Exchange 2016 & 2019

In vielen IT-Landschaften sind noch veraltete Versionen von Microsoft Exchange On-Prem vertreten.

Doch am 14. Oktober 2025 wird Microsoft den Support für Exchange Server 2016 und 2019 einstellen. Was bedeutet das für Unternehmen, die diese Versionen noch nutzen?

Eins ist klar: Sie sollten jetzt handeln, um große Gefahren in Ihrer IT-Landschaft zu vermeiden.

Warum ist das SupportEnde so kritisch?

Nach dem Ende des Supports stellt Microsoft keine Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen oder technischen Support mehr bereit. Dies ermöglicht das Entstehen von Sicherheitslücken, die ungehindert von Cyberkriminelle ausgenutzt werden können.

Weitere wichtige Aspekte:

  • Strengere EU-Sicherheitsanforderungen: NIS2 & DORA setzen hohe IT-Sicherheitsstandards voraus. Unternehmen mit veralteten Systemen laufen Gefahr, Compliance-Vorgaben zu verletzen und Bußgelder zu riskieren.
  • Hohe Folgekosten durch veraltete Software: Sicherheitslücken, Systemausfälle und regulatorische Verstöße können erhebliche finanzielle Belastungen nach sich ziehen.

Gibt es noch Updates für die alten Versionen?

Welche Optionen stehen Ihnen zur Verfügung?

1. Migration auf Exchange Server Subscription Edition (SE)

Für alle, die weiterhin eine On-Premises Exchange-Umgebung betreiben müssen oder wollen, plant Microsoft die Veröffentlichung einer Nachfolgeversion für den lokalen Betrieb von Exchange Server: Die Exchange Server Subscription Edition (SE) ist für Anfang Q3 2025 geplant. Diese Version wechselt zu einem abonnementbasierten Lizenzmodell, ähnlich wie SharePoint Server SE oder M365. Das bedeutet, es gibt keine unbefristeten Client Access Licenses (CALs) mehr. Unternehmen benötigen entweder Abonnementlizenzen oder eine aktive Software Assurance.

Tipp: Exchange Server SE ist im Grunde also ein umbenanntes Exchange 2019 CU15, sodass der Übergang relativ reibungslos verlaufen sollte, wenn Sie bereits auf dem neuesten Stand sind. Ein Unterschied besteht, wie beschrieben, in der Lizenzierung.

Von welchen Versionen kann ich auf die SE-Version migrieren?
  • Direktes Upgrade von Exchange Server 2019 CU15 auf SE. Auch ein Update von CU14 soll gehen. Ich empfehle aber, vorab auf CU15 zu gehen.
  • Wenn noch Exchange 2016 im Einsatz ist, muss erst der Wechsel auf Exchange 2019 und dann auf SE erfolgen. Eine Umstellung von Exchange 2013 wird nicht unterstützt bzw. ist wesentlich aufwändiger!
Der Wechsel auf SE bedeutet konkret:
  • Outlook Anywhere (RPC over HTTP) wird nicht mehr unterstützt: Ältere Outlook-Versionen oder Anwendungen, die darauf basieren, müssen aktualisiert werden.
  • Remote PowerShell wird durch REST-basierte Admin-APIs ersetzt: Dies erfordert Anpassungen an bestehenden Skripten.
  • Ab dem ersten Cumulative Update (CU1) für SE wird es keine Unterstützung für ältere Exchange-Versionen mehr geben. Alle Server in eurer Organisation müssen auf SE aktualisiert sein, um weiterhin Support zu erhalten.
  • Außerdem wird mit CU1 vollständig auf Kerberos für die Server-zu-Server-Kommunikation gesetzt, was NTLMv2 ersetzt und die Sicherheit erheblich verbessert.

Gut zu wissen: Auch wenn eine Hybridlösung im Einsatz ist oder als flexible Übergangslösung in Betracht gezogen wird, müssen Unternehmen darauf achten, dass ihre Exchange-Server weiterhin unterstützt werden.

Step By Step Guide zum Supportende von Exchange 2016 & 2019

2. Wechsel zu Microsoft Exchange online

Das Supportende von Exchange Server 2016 und 2019 kann aber auch als Anlass genutzt werden, den Schritt zu Exchange Online zu wagen. Viele Unternehmen entscheiden sich für den Wechsel zu Exchange Online, das im Rahmen von Microsoft 365 kontinuierlich aktualisiert wird.

Vorteile:

  • Automatische Updates: Microsoft kümmert sich um regelmäßige Updates und Sicherheitsmaßnahmen, sodass die Systeme immer auf dem neuesten Stand sind.
  • Skalierbarkeit: Exchange Online kann flexibel an die Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst werden, sei es durch Hinzufügen neuer Benutzer oder durch Erhöhung des Speicherplatzes.
  • Kostenersparnis: Da keine eigene Infrastruktur benötigt wird, entfallen Kosten für Hardware, Strom und IT-Personal für die Wartung.
  • Zugriff von überall: Mit Exchange Online können Mitarbeiter von jedem Ort und jedem Gerät aus auf ihre E-Mails, Kalender und Kontakte zugreifen.
  • Integrierte Sicherheitsfunktionen: Exchange Online bietet fortschrittliche Sicherheits- und Compliance-Funktionen, wie z. B. Datenverlustprävention (DLP) und Verschlüsselung.

Tipp: Viele Unternehmen haben bereits Microsoft 365-Lizenzen, nutzen aber weiterhin Exchange On-Prem, da sie Compliance-Bedenken haben. Exchange Online kann DSGVO- und branchenspezifische Compliance-Anforderungen erfüllen – mit der richtigen Konfiguration und zusätzlichen Sicherheitslösungen.

Weitere Microsoft-Produkte mit SupportEnde am 14. Oktober 2025

Neben Exchange Server 2016 und 2019 endet auch der Support für:

  • Skype for Business 2016 & 2019
  • Skype for Business Server 2015 & 2019
  • Microsoft Office 2016 & 2019
  • Windows 10

In den kommenden Wochen halten wir Sie zu diesen Themen auf dem Laufenden – bleiben Sie gespannt!

Wie geht es weiter?

Die Migration auf neuere Versionen oder Cloud-Lösungen wie Microsoft 365 erfordert Zeit und Planung. Ich empfehle, so früh wie möglich mit dem Upgrade zu beginnen, um Sicherheits- und Compliance-Risiken zu vermeiden.

Hier einige Fragen, die den Anfang leichter machen:

  • Welche Exchange-Version ist aktuell im Einsatz?
  • Ist ein direkter Upgrade Exchange SE möglich?
  • Welche Anwendungen & Schnittstellen hängen an Exchange?
  • Ist Exchange Online eine realistische Option für das Unternehmen?
  • Welche Compliance-Anforderungen müssen berücksichtigt werden?

Sie benötigen Unterstützung bei der Planung oder Umsetzung? Wir helfen gerne!

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