Im ersten Teil unserer Serie haben wir gezeigt, welche Azure-Vorhaben grundsätzlich für Microsoft Funding infrage kommen können und warum sich eine Prüfung bereits in frühen Projektphasen lohnen kann.
Dabei ist ein Punkt nur kurz angeklungen: Ob eine Funding-Möglichkeit genutzt werden kann, hängt nicht allein vom Projekt ab. Auch der beteiligte Microsoft-Partner muss je nach Programm bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Das wirft eine naheliegende Frage auf: Warum kann eigentlich nicht jeder Microsoft-Partner dieselben Funding-Möglichkeiten nutzen?
Die Antwort führt direkt zu Microsoft-Spezialisierungen und nachgewiesener Projekterfahrung – und zu der Frage, was diese Qualifikationen für Unternehmen tatsächlich bedeuten.
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Auf den ersten Blick können Partnerstatus, Badges und Spezialisierungen schnell nach klassischem Hersteller-Marketing aussehen. Für Unternehmen ist jedoch weniger das Logo selbst interessant als das, was dahintersteht.
Denn Microsoft knüpft bestimmte Funding-Möglichkeiten an konkrete Qualifikationen des Partners. Bei verschiedenen Azure-Engagements gehören dazu beispielsweise bestimmte Spezialisierungen in den Bereichen Infrastruktur- und Datenbankmigration, Kubernetes, Enterprise Applications oder Azure Virtual Desktop. Alternativ können je nach Programm auch andere definierte Qualifikationen wie der Azure Expert MSP relevant sein.
Für Kunden bedeutet das: Ein grundsätzlich passendes Azure-Projekt allein reicht nicht immer aus. Auch der Partner muss für die jeweilige Funding-Möglichkeit qualifiziert sein.
Damit wird die Partnerwahl zu einem Bestandteil der Funding-Prüfung.
Microsoft unterstützt mit Funding bestimmte Technologievorhaben – gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass diese Projekte fachlich fundiert geplant und umgesetzt werden.
Deshalb sind einzelne Funding-Möglichkeiten an nachgewiesene Kompetenzen auf Partnerseite gekoppelt. Die Logik dahinter ist nachvollziehbar: Wer beispielsweise eine komplexe Infrastruktur nach Azure migriert oder bestehende Datenbanken modernisiert, benötigt nicht nur Kenntnis der verfügbaren Fördermöglichkeiten, sondern auch Erfahrung mit Architektur, Migration und späterem Betrieb. Eine Spezialisierung kann genau dafür ein zusätzlicher Nachweis sein.
Eine Microsoft-Spezialisierung erhält man nicht allein durch Zertifikate oder indem man bestimme Microsoft-Produkte anbietet. Vielmehr müssen praktische Projekterfahrung, passende Prozesse und technische Kompetenz nachgewiesen werden.
Dazu gehören:
Damit geht die Spezialisierung über das Wissen einzelner Mitarbeitender hinaus. Bewertet wird vielmehr, ob die benötigte Expertise auch in realen Projekten, Prozessen und der praktischen Umsetzung vorhanden ist.
Für Unternehmen wird eine Spezialisierung vor allem dann relevant, wenn sich die dahinterstehende Expertise in konkreten Projektentscheidungen und einem strukturierten Vorgehen widerspiegelt. Ein qualifizierter Partner sollte ein Azure-Vorhaben nicht nur technisch umsetzen können, sondern bereits bei der Einordnung der Ausgangssituation unterstützen, eine passende Architektur entwickeln und den Weg bis in einen stabilen Betrieb mitdenken.
Dazu gehört auch die Frage, welche Microsoft-Fördermöglichkeiten das Vorhaben sinnvoll unterstützen können. Denn Funding sollte nicht losgelöst vom Projekt betrachtet werden, sondern dort ansetzen, wo es zur geplanten Architektur, Projektphase und Zielsetzung passt.
Für Unternehmen ergeben sich daraus mehrere konkrete Vorteile:
Nachgewiesene Projekterfahrung
Die geforderte Expertise wurde nicht ausschließlich theoretisch nachgewiesen, sondern anhand realer Kundenprojekte.
Überprüfte Microsoft-Kompetenz
Zertifizierungen, Prozesse, Tools und Projekterfahrung müssen zu den jeweiligen Anforderungen passen.
Kenntnis der Funding-Möglichkeiten
Ein entsprechend qualifizierter Partner kann beurteilen, welche Fördermöglichkeiten zum geplanten Azure-Szenario passen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
Zugang zu bestimmten Funding-Möglichkeiten
Bei einzelnen Programmen ist die entsprechende Partnerqualifikation Voraussetzung dafür, dass eine Unterstützung überhaupt genutzt werden kann.
Verbindung von Funding und technischer Umsetzung
Förderung wird nicht losgelöst vom Projekt betrachtet. Entscheidend ist, wie sie sich sinnvoll mit Architektur, Migration und Modernisierung verbinden lässt.
Für Unternehmen liegt der eigentliche Mehrwert deshalb in der Kombination.
Die Microsoft-Qualifikation schafft eine Grundlage dafür, bestimmte Azure-Szenarien fachlich fundiert zu begleiten. Die Kenntnis der Funding-Möglichkeiten hilft dabei, vorhandene Unterstützung frühzeitig in die Planung einzubeziehen. Und die Projekterfahrung sorgt dafür, dass die Förderung nicht zum Selbstzweck wird, sondern in eine technisch tragfähige Lösung mündet.
Ein qualifizierter Partner sollte daher den gesamten Weg betrachten:
Vorhaben bewerten → Funding prüfen → Architektur planen → Umsetzung realisieren → langfristigen Betrieb sicherstellen
So wird aus einer theoretischen Fördermöglichkeit ein Azure-Projekt, das nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern auch langfristig zum Unternehmen passt.
Vereinfacht lässt sich der Weg so darstellen:
So wird aus einer theoretischen Fördermöglichkeit ein Azure-Projekt, das nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern auch langfristig zum Unternehmen passt.
Sie planen eine Azure-Migration, Modernisierung oder ein neues Cloud-Szenario? In unserem Azure Funding Check prüfen wir gemeinsam, welche Microsoft-Fördermöglichkeiten für Ihr Vorhaben grundsätzlich infrage kommen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie sich Funding und technisches Vorgehen miteinander verbinden lassen.
Im ersten Teil unserer Serie zeigen wir, welche Azure-Vorhaben für eine Förderung infrage kommen können, in welchen Projektphasen Funding relevant wird und wie aus einer Projektidee eine konkrete Fördermöglichkeit entsteht.
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