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Kurzerklärung

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Die Microsoft Power Platform ist eine Low-Code-Suite zur Entwicklung von Anwendungen, Automatisierungen, Analysen und Chatbots auf Basis gemeinsamer Daten.

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Microsoft Power Platform

Definition

Die Microsoft Power Platform ist eine integrierte Low-Code-Plattform, mit der Unternehmen Anwendungen erstellen, Workflows automatisieren und Daten analysieren können. Sie besteht aus Power Apps, Power Automate, Power BI und Power Virtual Agents (Copilot Studio).

Zentrales technisches Fundament ist das Microsoft Dataverse, das Daten aus Microsoft 365, Dynamics 365, Azure und Drittanwendungen in einem gemeinsamen Datenmodell bereitstellt.

Wichtige Kennzahlen

  • Schnelle, codearme Entwicklung individueller Anwendungen (Low-Code/No-Code)
  • Automatisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen
  • Analysieren und Visualisieren von Unternehmensdaten in Echtzeit
  • Einfache Erstellung von Chatbots für Support & Service
  • Nahtlose Integration mit Microsoft 365, Azure und zahlreichen Drittanwendungen

Funktionsweise

Die Power Platform verbindet Daten, Prozesse und Anwendungen über ein einheitliches Low-Code-Framework.
Alle Komponenten greifen über Dataverse oder Konnektoren auf interne und externe Datenquellen zu.

Grundlegende Funktionsprinzipien:

  • Power Apps: Erstellung benutzerdefinierter Anwendungen ohne klassischen Code
  • Power Automate: Automatisierung von Workflows und Geschäftsprozessen
  • Power BI: Analyse und Visualisierung von Daten in Dashboards
  • Power Virtual Agents / Copilot Studio: Entwicklung KI-gestützter Chatbots und Prozessdialoge
  • Dataverse: Zentrale Datenhaltung, Sicherheitsmodelle und Integrationslogik

Die Plattform lässt sich nahtlos in Microsoft 365, Dynamics 365, Azure AI Services, Entra ID und Microsoft Copilot einbetten.

Einsatzbereiche

Die Power Platform wird branchenübergreifend für die Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen genutzt. Typische Szenarien:

  • Formular- und Genehmigungsprozesse (HR, Finance, Einkauf)
  • Mobile Business-Apps für Außendienst oder Produktion
  • Data Analytics und Self-Service-BI
  • Chatbots für Support, Service und interne Anfragen
  • Ablöse von Excel- oder E-Mail-basierten Workflows
  • Integration heterogener Datenquellen über Dataverse

Unterschiede zu ähnlichen Technologien

Low-Code-Plattformen wie Mendix, OutSystems oder ServiceNow App Engine verfolgen ähnliche Ziele.
Die Microsoft Power Platform unterscheidet sich durch:

  • tiefe Integration in Microsoft-Ökosysteme (Microsoft 365, Dynamics, Azure)
  • gemeinsames Datenmodell über Dataverse
  • Breite an Standardkonnektoren zu internen und externen Systemen
  • native Verbindung zu Microsoft Copilot und Azure AI

Für Unternehmen mit Microsoft-Infrastruktur ist die Power Platform dadurch oft effizienter einsetzbar.

Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Low-Code-Entwicklung ermöglicht schnelle Umsetzung ohne Programmierkenntnisse
  • Einheitliche Datenbasis über Dataverse
  • Nahtlose Integration in Microsoft 365 und Azure
  • Unterstützung von KI-Funktionen durch Microsoft Copilot
  • Breite Auswahl an Konnektoren und Automatisierungsfunktionen
Nachteile
  • Abhängigkeit vom Microsoft-Ökosystem
  • Governance und Berechtigungen erfordern klare Regeln
  • Komplexität bei sehr individuellen oder rechenintensiven Anwendungen

Verwandte Begriffe

  • Low-Code / No-Code
  • Microsoft 365
  • Microsoft Dataverse
  • Power Apps
  • Power Automate
  • Power BI
  • Copilot Studio
  • Business Process Automation (BPA)
  • Citizen Development

Beispiele

  • Digitale Antrags- und Genehmigungsprozesse mit Power Apps und Power Automate
  • Dashboards zur Budget- und Ressourcenplanung in Power BI
  • Chatbots für interne FAQ-Prozesse über Power Virtual Agents
  • Mobile Apps für Inventur, Qualitätsprüfung oder Serviceeinsätze
  • Workflow-Automatisierung zwischen Microsoft 365 und Drittanwendungen

Quellen

  • Microsoft Learn – Power Platform Overview (2024)
  • Forrester – The Total Economic Impact™ of Microsoft Power Platform (2023)
  • Gartner – Low-Code Development Platforms (2024)