Kurzerklärung
Microsoft Conditional Access ist eine kontextbasierte Zugriffskontrolle in Entra ID, die Identitäts-, Geräte- und Risikodaten für Zero-Trust-Entscheidungen kombiniert.
Microsoft Conditional Access ist ein zentraler Mechanismus in Microsoft Entra ID zur Durchsetzung kontextbasierter Sicherheits- und Zugriffskontrollen. Die Technologie kombiniert Sign-in-Signale wie Identität, Gerätetyp, Standort, Benutzer- und Sitzungsrisiken sowie die Art der Zielressource, um Richtlinien gemäß dem Zero-Trust-Modell durchzusetzen.
Ziel ist es, Zugriffe auf Cloud- und Unternehmensressourcen dynamisch zu steuern und Sicherheitsanforderungen wie MFA, Gerätekonformität oder Zugriffsbeschränkungen automatisch anzuwenden.
Conditional Access basiert auf der Kombination aus Conditions (Bedingungen) und Access Controls (Steueraktionen).
Zentrale Mechanismen sind:
Die Entscheidung erfolgt automatisiert: Basierend auf den gemeldeten Signalen wird ein Zugriff gewährt, eingeschränkt oder blockiert.
Typische Einsatzszenarien sind:
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): MFA ist ein Faktorprüfverfahren. Conditional Access nutzt MFA als Baustein, trifft jedoch kontextbasierte Entscheidungen aus mehreren Signalen.
Microsoft Identity Protection: Bietet Risikoanalysen, die wiederum von Conditional Access genutzt werden; ist also eine Unterkomponente im Entscheidungsprozess.
Microsoft Defender for Cloud Apps: Konzentriert sich auf die Überwachung und Kontrolle von App-Sitzungen (Session Control). Conditional Access steuert hingegen die Zugriffsentscheidung vor der Sitzung.
CASB-/IAM-Systeme anderer Anbieter: Erfüllen ähnliche Aufgaben, unterscheiden sich jedoch in Integrationstiefe und Ökosystem. Conditional Access ist eng mit Microsoft 365, Azure und Entra ID verzahnt.